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Jahreskonzert & Theater 2001 / Südkurier

 

Weihnachtskonzert mit Theater am 26.12.2001

Südkurier, 29. Dezember 2001, Bericht und Bild W.W.Adam

Schönwald (wwa) Die Musik- und Kurkapelle Schönwald zog alle Register ihres Könnens. Bei ihrem diesjährigen Weihnachtskonzert lud sie auf eine Reise durch die verschiedensten musikalischen Welten, wobei der wilde Westen ebenso mit zum abendlichen Programm gehörte wie die malerische Hauptstadt Tirols Meran. Ebenso wurde das Publikum, welches die Uhrmacher-Ketterer-Halle bis auf wenige Plätze füllte, in die Welt des Musicals und des irischen Stepptanzes entführt.

Eröffnet wurde das abendliche Konzert durch die Bläserjugend unter der Leitung von Sandra Krebs. „Happy Christmas“ – ein weihnachtliches Medley, das die bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder beinhaltete, bildete den Auftakt. Die Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans-Peter Weis schloss sich an, wobei er insbesondere auf das 20-järhige Dirigentenjubiläum von Gerhard Feiertag hinwies. Das große Interesse an diesem Abend sah er als Bestätigung für die Kapelle, die in zahlreichen Proben ein überdurchschnittliches Programm zusammengestellt habe. Mit dem Titel „Heal the world“ von Michael Jackson beendete die Jugendkapelle ihren Auftritt, wodurch die Bühne für die Hauptkapelle frei wurde.

Wie für den zweiten Weihnachtsfeiertag geschrieben erschien das Eröffnungsstück. Die „Festliche Ouvertüre“ von Bedrich Smetana wies durch ihren würdigen Charakter und die monumentale Ausdruckskraft auf einen Abend hin, der es in sich haben sollte. Das romantische Tongemälde für Blasorchester „Meran“ von Gottfried Veit stellte den Höhepunkt des Abends dar. Wenn man sich fragt, was den Komponisten dazu bringt, ein solches Meisterwerk auf das noch jungfräuliche Notenblatt zu zaubern, dann muss man bei Gottfried Veit nicht lange grübeln. Es war die Liebe zur damaligen Hauptstadt Tirols, die dem Komponisten die Feder führte. Die Kurstadt Meran, von drei Seiten eingebettet in eine faszinierende Bergwelt inmitten von Wein- und Obstgärten zeichnet im Jahreskreis ein farbenprächtiges Bilderbuch. Diesen Jahreskreis in ein klangliches Meisterwerk zu fassen gelang Veit in ganz besonderer Weise. Die Schneeschmelze, welche die Gilfklamm zu einem reißenden Strom anschwellen lässt, das sommerliche Galopprennen am Pferderennplatz und der Herbstspaziergang auf dem Tappeinerweg – all das konnten sich die Zuhörer vor ihrem geistigen Auge vorstellen, während die Kapelle das voluminöse Werk meisterliche vortrug.

Anschließend hörte das Publikum ein weiteres Meisterwerk, welches diesmal von Jacob de Haan stammte. Innerhalb von neun Minuten und neun Sekunden setzte er den wilden Westen Amerikas in Szene. Die Zeit der Indianer, Cowboys, Goldgräber und Planwagen wurde mit dem Stück „Orgeon“ angeschnitten, wobei man das Rattern der Lokomotiven, die Trommeln der Indianer und die Angst der Siedler, von Indianern überfallen zu werden, förmlich spüren konnte.

Nach einer kurzen schöpferischen Pause erlebten die Zuhörer eine unfassbare, atemberaubende und erfrischend extravagante Mixtur aus Folk, Hi-Tech-Popart, Flamenco und irisch-amerikanischem Stepptanz. Der Mann mit den schnellsten Füßen der Welt war zumindest für kurze Zeit in der Uhrmacher-Ketterer-Halle zu hören. Michael Flatley’s „Lord of the dance“ eröffnete den zweiten Part des Konzerts.

In die Welt des Musicals entführte der Musikverein anschließend mit der Musik von „Die Schöne und das Biest“, die in beeindruckender Weise an den verzauberten Prinzen und sein missgestaltetes Angesicht erinnerte. Als nächstes stand die Musik der 60er Jahre auf dem Programm. Michael Sweeney hat in seinem Arrangement „Music of the Beatles“ in beeindruckender Weise den Werdegang der Beatles nachgezeichnet. Begonnen wurde im Jahre 1963 mit dem Titel „All my loving“. Es folgte der bis heute erfolgreichste Titel „Yesterday“ und viele weitere Evergreens, die besonders die Besucher in guter Erinnerungen hatten, die mit dieser Musik aufgewachsen sind.

Den krönenden Abschluss des musikalischen Teils des Abends bildete traditionell ein Marsch. Man hörte den „Abschied der Gladiatoren“ in einer Bearbeitung von Franz Bummerl.

Da das begeisterte Publikum die Kapelle nicht ohne eine Zugabe von der Bühne ließ, spielte der Schönwälder Musikverein noch die Laubener Schnellpolka.

Über die Ehrungen und das anschließende Theaterstück werden wir noch berichten. 

 

 

 
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