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Jahreskonzert & Theater 2000 / Schwarzwälder Bote

 

Die Vielfalt der Blasmusik in einem Konzert

Musikverein Schönwald setzt Glanzpunkte / „Tirol 1809“ in bestechender Interpretation aufgeführt

Von Peter Bruker

Schönwald. Dixieland, konzertante Blasmusik oder Big-Band Sound. Marschmusik, Musical oder auch aufgepeppte sinfonische Klänge. Schon oft haben sich ­Blasmuslkvereine überhoben, wenn sie sich in nur einer der genannten Musikrichtungen versuchten. Ganz anders der Musikverein Kurkapelle Schönwald bei seinem Weihnachtskonzert.

Nicht nur, dass all diese Musikstile in einem Konzert vereint waren, sie wurden auch auf einem erfreulich hohen musika­lischen Niveau in der überfüllten Ketterer-Halle dargeboten.

Fanfarenklange zum Auftakt leiteten den Auftritt des Musikvereins ein, ehe als zweiter Titel die von Sepp Tanzer verfasste dreisätzige Suite „Tirol 1809“ als erster Höhepunkt des Abends erklang. Was Dirigent Gerhard Feiertag hier aus dem Orchester herausholte, zeugt vom hohen musikalischen Standart, den der Musikverein Schönwald inne hat. Nicht nur schwierigste technische Raffinessen wurden gut gemeistert, auch rhythmisch und dynamisch wurde das Schlachtengemälde um den Freiheitskampf der Tiroler dar geboten, dass der Kritiker hier zu verstummen hat. Welche Klangfarbenvielfalt zudem in diesem Orchester steckt, wurde bei „Tirol 1809“ ebenfalls eindrucksvoll demonstriert. Reicher Beifall am Ende dieses wohl schwersten Titels des Abends war der verdiente Lohn für eine grandiose Darbietung.

Mit an das Mittelalter erinnernden Klängen wurde das Programm mit „Askania“ fortgesetzt, ehe mit dem Galopp „Slavia“ von Sdenek Lukas der erste Teil des Konzerts beendet wurde.

Rudi Schätzle, der mit großem Fachwissen durch das Programm führte, konnte nach der Pause den Titel „Ouvertüre to a new age“ ankündigen. Es handelt sich dabei um eine Komposition des holländischen Komponisten Jan de Han, der sich hier hemmungslos bei Gershwin, Bernstein und selbst Edward Elgar bediente. Dennoch ein hervorragend ge­spieltes Stück.

Antonin Dvorak hätte es sicherlich kaum gefallen, den Besuchern im Saal allerdings schon, wie Themen aus seiner Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ im Arran­gement von Dizzy Stratford im Bigband-Sound gespielt wurden.

Bekannte Musical-Klänge schließlich beim Querschnitt durch „Miss Saigon“, ehe die traditionelle Marschmusik ab­schließend zu ihrem Recht kam. Mit „Hoch  Heidecksburg“  von  Richard Herzer beendeten die Schönwälder den offiziellen Teil des Weihnachtskonzertes, wobei der Kapelle bescheinigt werden muss, dass selbst immer wieder gehörte Marschmusikrhythmen gefallen, wenn sie von dieser Kapelle gespielt werden.

Als wäre es noch nicht genug, setzten die Schönwälder noch einen drauf. Der Dixie „lcecream“ mit Edgar Zeifang als Sänger und einer Reihe von weiteren Solisten war der krönende Abschluss dieses Jahreskonzerts. Es stimmt schon: Schönwald ist „Top of Black Forest“, die Kurkapelle aber ist „Top of Schönwald“.

(Schwarzwälder Bote, 28. Dezember 2000)

 

Nachwuchssorgen gibt es beim MV Schönwald keine

Jugendkapelle eröffnet Konzertabend / Leistungsabzeichen

Schönwald (pb). Stühle mussten noch heran geschafft werden, um alle Besucher in der Uhrmacher Ketterer-Halle unterzubringen, als der Musikverein Schönwald sein Weihnachtskonzert bot. Eröffnet wurde dieses von der Jugendkapelle unter der Leitung von Stephan Pfaff.

Nachwuchssorgen braucht sich der Musikverein Kurkapelle Schönwald keine machen, denn die Bühne war gut besetzt, als zum Auftakt des Abends „Love can build a bridge“ von der Jugendkapelle erklang. Ein ruhiger Titel und damit die richtige Einstimmung auf ein knapp fünfstündiges Programm.

Vorsitzender Josef Kirner begrüßte die zahlreichen Gäste und zeigte sich hoch erfreut darüber, dass so viele Besucher zu diesem Konzert gekommen sind. Er wertete dies auch als ein Zeichen der Verbundenheit zum Verein.

Mit „Take it easy“, einer recht abwechslungsreichen Komposition, wurde das Konzert von der Jugendkapelle fortgesetzt und zugleich abgeschlossen.

Auch Ehrungen standen an diesem Abend an. So erreichten Ramona Baier, Sarah Duffner, Melanie Hummel, Lena Jäger, Carolin Spath, Christian Scherer und Mike Scherzinger das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze. Dieses wurde ihnen von Ludwig Schwer vom Blasmusikverband übergeben. Schwer gab dabei seiner Freude darüber Ausdruck, dem Konzert in Schönwald beizuwohnen und diese jungen Musiker aus­zeichnen zu können. Seit zehn Jahren sind Daniela Krebs, Herbert Schuhmacher, Stephan Pfaff und Thomas Fiedler in der Kapelle.

Bereits zum 20. Mal spielte bei diesem Konzertabend Simone Dold bei der Theatergruppe mit. Eine Ehrung gab es auch für Dirigent Gerhard Feiertag, der sein 20. Jahreskonzert vorbereitet und durchgeführt hatte. Wir werden darüber morgen noch berichten.

(Schwarzwälder Bote, 28. Dezember 2000)

 

Gerhard Feiertag bestreitet sein 20. Weihnachtskonzert

Viele Worte des Dankes für den Schönwälder Dirigenten

Von Peter Bruker (pb)

Schönwald. Da hat er nun wirklich dumm aus der Uniform geschaut: Dirigent Gerhard Feiertag erhebt den Taktstock zur Zugabe beim Jahreskonzert, doch statt des auf dem Notenpult liegenden Dixieland erklingt „Happy Birthday“ zu seinen Ehren.

Es war das 20. Weihnachtskonzert, welches Dirigent Gerhard Feiertag am Stephanstag geleitet hat. Seine Musiker dankten es ihm überschwänglich und überraschten ihn mit dieser für Feiertag unvorhergesehnen Einlage.

Doch kamen sie auch nicht mit leeren Händen. So erhielt Feiertag eine Goldene Schallplatte überreicht, signiert von allen Mitgliedern der Kurkapelle. Und es gab zahlreiche Worte des Dankes.

So wurde ihm vorgerechnet, das er in den vergangenen 20 Jahren rund 3600 Stunden mit den Hauptproben zugebracht hat, rund 3000 Stunden Einzelproben leitete und um die 4500 Stünden in die Vorbereitung der Proben investiert hat. Alles in allem rund 20000 Stunden für die Probenarbeit. Hinzu sind in den vergangenen 20 Jahren an die 600 Auftritte gekommen.

Auch Vorsitzender Josef Kirner war voll des Dankes: „Wenn wir alles zahlen müssten, was der Kerl macht, dann wären wir schon längst Pleite und unser Kassierer hätte Konkurs anmelden müssen!“

  (Schwarzwälder Bote, 29. Dezember 2000)

 

 
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