Als
Showorchester präsentierte sich der Musikverein
Kurkapelle Schönwald bei der 9. Musikparade in der
Uhrmacher-Ketterer-Halle.
Mit dieser 9.
Musikparade, die 1990 als bunter Abend ihren Anfang nahm, präsentierten
sich die Musiker musikalisch und in Sachen Unterhaltung als
unschlagbar.
Eine gewaltige
Fanfare eröffnete ein dreieinhalbstündiges Feuerwerk für
alle Sinne. Mit einem untrüglichen Gespür hatte Dirigent
Gerhard Feiertag ein überaus ansprechendes Programm
zusammengestellt, das nicht nur alle Facetten und das
musikalische Können seiner Musikerkollegen betonte, sondern
auch genau den Nerv des Publikums traf. „Einfach Spaß und
Freude“, wünschte der Vorsitzende Bernd Hettich den
Besuchern.
Rund drei
Monate intensiver Probentätigkeit waren dem Spektakel voran
gegangen und wahrscheinlich um ein Vielfaches länger hatte
Dirigent Gerhard Feiertag über den Ideen gebrütet. Was die
Kurkapelle und die Schönwälder Dorfmusikanten schließlich
präsentierten, wollte Feiertag als Ergebnis einer kollegialer
Zusammenarbeit gewertet wissen. Linda Dold, Katja Kern und
Edgar Zeifang führten unterhaltsam und informativ durch den
Abend, verbanden die Showelemente gekonnt und sorgten mit
kleinen Einlagen dafür, dass ihre Musikerkollegen den Kostümwechselmarathon
bewältigen konnten.
„We are the
world“ und ein gemischter Chor aus Vereinsmitgliedern und
Angehörigen setzte das erste Ausrufezeichen des Abends. Als
Solistinnen brillierten Monika Ganter, Heike Renner und
Caroline Spath.
Große
Differenzen erlebten die Schwarzwaldharmoniker mit ihrem
„wenig geschätzten“ Gastdirigenten Stephan Pfaff.
Insbesondere die Auslegung der Musikersprache bereitete vergnügliche
Probleme, die zu Handgemenge und instrumentalen Angriffen führten.
Die rosaroten Panter mit ihren Saxophons sorgten zuvor für
optische und akustische Abwechslung. In die amerikanischen Südstaaten
entführte die Dixieland-Abteilung mit Edgar „Lois“
Zeifang.
Dixie und
Schwarzwälder Glockenspiel, das passt prima befanden Irene
und Gerhard Feiertag und Stephan Pfaff brillierte auf der Gießkanne.
Bei „Rock around the Clock“ und „Hey Jude“ brachten
die Musiker ihren ganzen Saal auf die Beine und in Feierlaune.
Original Böhmisch-mährisches brachten die Schönwälder
Dorfmusikanten zu Gehör. Mit knallroten Hemden und Blusen präsentierte
sich der Musikverein als Showorchester im präzisen Big
Band-Sound.
Ganz großes
Kino erlebte das Publikum bei „Dry your Tears, Africa“,
von Filmmusiklegende John Williams für „Arnistad“
komponiert. Mit bunten Kostümen und dem eindrucksvollen Song
zauberten die Musiker Afrikaatmosphäre in den Schwarzwald.
Ohne eine Zugabe wurden sie auch nicht ins weitere Programm
entlassen.
Percussion mit
KG-Rohren, das war einmalig, kreativ und extravagant was die
Rhythmiktruppe des Musikvereins zelebrierte. Zum großen
Finale „Ciao Italia“ erwarteten Linda Dold und Katja Kern
den großen Adriano Celentano. Und auch der Triberger
Boulevard, wo er mit seinem Ferrari hängen blieb, hielt ihn
letztendlich nicht auf. Edgar Zeifang interpretierte wirklich
sehr italienisch mit dem Showorchester die Evergreens aus
Italien.