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Jahreskonzert 2016 / Schwarzwälder Bote

 

Schwarzwälder Bote , 27.Dezember 2016, von Hans-Jürgen Kommert

 

Programm mit vielen Höhepunkten

 

Dirigent Gerhard Feiertag und seine Musiker ziehen beim Konzert alle Register und Martin Moser unterhält als Udo Jürgens (unten links) in der voll besetzten Uhrmacher-Ketterer-Halle

Ein grandioses 111. Jahreskonzert lieferten erneut die Musiker des Musikvereins Kurkapelle Schönwald unter Leitung von Gerhard Feiertag in der Uhrmacher-Ketterer-Halle ab.

Schönwald. Gleich dreimal den Hut ziehen wollte Joachim Müller, Vertreter des Blasmusikverbands Baar, vor der erbrachten Leistung von Orchester und Jugendorchester, aber auch vor den jungen Musikern, die das Leistungsabzeichen abgelegt hatten.

Mit einer sehr ambitionierten Leistung eröffneten die Jugendkapelle das Konzert. Viel Leistungsbereitschaft und hohes Engagement bescheinigte Dirigent Stephan Pfaff seinen Musikern, die mittlerweile zum Teil bereits die Register der Hauptkapelle verstärken. Walt Disneys Filmmusiken hatten es den jungen Musikern angetan, denen sie mit "Music from Hercules" und dem Medley Disney Film "Favorites" ausgiebig frönten. Aufgrund des starken, anhaltenden Beifalls setzten sie noch eins drauf mit "Time Warp" aus der Rocky Horror Picture Show. Perfekt moderierte Manuel Pfaff den Auftritt der jungen Musiker.

Wieder einmal hatte es Gerhard Feiertag geschafft, unter dem Motto "Let me entertain you", ein Programm mit vielen Höhepunkten zusammen zu stellen. Im Wortsinn zog er dabei alle Register und brachte sie zu Höchstleistungen.

Der gewohnt starke Klang des Orchesters kam in der Perfektion der Ausführung im Publikum an. Blasius Willmann sorgte für die Ausleuchtung mit passenden Lichteffekten. Wie seit Jahren sorgte Edgar Zeifang dafür, dass das Publikum bei jedem Stück mit Hintergrund-Informationen versorgt wurde.

Schon der Auftakt mit einer Hommage an das tschechische Marienbad "Music fort he Fountain" von Petr Hapka zeigte an, dass die Musiker wieder mit viel Spielfreude gesegnet waren. Seltsam wurde es den Besuchern in den ersten Sitzreihen: einige Musiker bauten eine riesige Leinwand auf – auf dieser wurde zum Titel "Kraftwerk" die Geschichte der Stadt Grafenrheinfeld bildlich dargestellt. Das Städtchen am Rhein wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, in einem Kraftakt wieder aufgebaut – später erhielt es ein Kernkraftwerk, das schon vor Jahren wegen der fehlenden Erdbebensicherheit stillgelegt wurde.

Jacob de Haan brachte die Geschichte in einer kontrastreichen Komposition aufs Blatt – die Schönwälder spielten sie perfekt.

Mit der Kees-Vlak-Komposition "The New Village" ging es weiter, um mit einem Medley von Highlights aus "Lord oft he Dance" den wirbelnden Rhythmus irischer Stepptänzer einen vorläufigen Höhepunkt zu finden.

Mit der "Supernova" ging es nach der Pause in roten Hemden weiter und glitt in den Big-Band-Sound. Nach dramatischem Auftakt ging es beschwingt weiter.

Und dann war da der Titel des Konzerts: Robbie Williams berühmtes "Let me entertain you", eingebettet in ein Medley aus Hits des beliebten Entertainers. Speziell für "Angel" fanden die Konzertbesucher Feuerzeuge, die gerne angenommen wurde.

Danach sang Martin Moser einige Titel des unsterblichen Udo Jürgens. "Liebe ohne Leiden" oder „"Ich war noch niemals in New York" entlockte den Konzertbesuchern donnernden Applaus, der dafür sorgte, dass Moser als Schildkröte "Nessaja" Peter Maffay als Zugabe brachte. Dazwischen lag der eigentliche Schlusspunkt, der Marsch "Zum Städtel hinaus".

Nach stehendem Applaus hatten die Musiker eine weitere Zugabe mit dem Marsch "Hoch- und Deutschmeister" bereit, die ein Konzert mit begeisternder Blasmusik beendete.

 

Zu höchsten Leistungen geführt 

 

Von Hans-Jürgen Kommert 28.12.2016 - 19:10 Uhr

Stefan Kupferer , Gerhard Feiertag, Anne Fehrenbach, Karina Kupferer, Christel Pfaff, Heike Pfaff, Denise Hepting, Bürgermeister Christian Wörpel, Verena Kuner und Joachim Müller freuen sich über hohe Auszeichnungen.

Es ist mittlerweile gute Sitte beim Musikverein Kurkapelle Schönwald, Ehrungen während des Jahreskonzerts als würdigem Rahmen vorzunehmen.

Schönwald. So auch in diesem Jahr. Es gab zahlreiche vereinsinterne und offizielle Ehrungen. Zunächst hatte der Leiter der Jugendkapelle, Stephan Pfaff, acht Jungmusiker-Leistungsabzeichen zu vergeben. Aylin und Luisa Hannemann, Elisa und Franziska Maier, Nanja Steffen, Pirmin Kern, Manuel Pfaff und Marcel Zeifang hatten sich vielen Mühe unterzogen, um dieses Abzeichen zu erreichen.

Für 15 Jahre aktive Musikerlaufbahn konnten Anne Fehrenbach, Denise Hepting und Tobias Scherer (in Abwesenheit) mit der Vereinsehrennadel in Silber geehrt werden, bereits am Nikolaustag wurde Barbara Bruker-Wernet seitens der Gemeinde geehrt.

Für die für 25 Jahre Geehrten gab es seitens des Vereins die Ehrenmitgliedschaft. Und Joachim Müller als Vertreter des Blasmusikverbands hatte für diese vier Musiker die silberne Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände dabei. Es waren dies Christel Pfaff, Heike Pfaff sowie Karina und Stefan Kupferer.

Dann trat Bürgermeister Christian Wörpel ans Mikrofon. "Ich hatte für mich gedacht, was will denn der jetzt", gestand der musikalische Leiter der Musiker, Gerhard Feiertag. Doch genau wegen ihm war Wörpel ans Mikro getreten. Bereits vor zehn Jahren hatte Feiertag den Wappenteller Stufe eins, die höchste Auszeichnung des Dorfes erfahren, als er seinerzeit 25 Jahre den Taktstock schwang. Wie könnte man das toppen? Natürlich nur mit der Landesehrennadel, von der so mancher Bürgermeister der Raumschaft behauptet, sie sei eigentlich höher zu bewerten als das Bundesverdienstkreuz. "Ein Verein oder eine Institution schlägt das vor, die Gemeinde beantragt sie, wenn man Glück hat, wird sie dann erteilt", erklärte Wörpel das Procedere. Und bei Gerhard Feiertag habe es keine Probleme gegeben.

Seit rund 43 Jahren gehört er dem Musikverein an, als Dirigent habe er die Musiker zu höchsten Leistungen geführt. Die Besucher dankten es dem Dirigenten mit minutenlangem, stehendem Applaus.

 

 

 

 
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