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Jahreskonzert 2015 / Schwarzwälder Bote

 

Schwarzwälder Bote , 28.Dezember 2015, von Hans-Jürgen Kommert

Kurkapelle sorgt für Stimmung

Jahreskonzert beschließt das musikalische Jahr. Jugendkapelle kann im Vorfeld überzeugen.

 

Für den zweiten Weihnachtsfeiertag kennt man in Schönwald seit vielen Jahren ein besonderes Meisterstück: Der Musikverein Kurkapelle beendet seinen Jahreslauf mit dem Jahreskonzert. Die Musiker in Schönwald beglückten die Musikbegeisterte in der Uhrmacher-Ketterer-Halle mit einem ausgezeichneten Konzert. Zunächst zeigten die Zöglinge der Jugendkapelle ihr Können. Nach rund vier Monaten intensiver Probe samt zusätzlichem Probenwochenende saß das Programm. Immerhin sollen die Jungmusiker in den nächsten Jahren die Hauptkapelle verstärken. Dass sie dazu in der Lage sind, dafür sorgen ganz behutsam Stephan Pfaff und seine Ausbilder. Die „Blind Brook Celebration“ von Michael Story und „Chimera“ (Vince Gassi) hatten sich die jungen Musiker keine leichte Kost vorgenommen. Vor allem das mythologische Fabel-Mischwesen „Chimera“ forderte dem Orchester einiges ab. Zu den einzelnen Stücken wussten Alina Dold und Anna Weis einiges zu erzählen. Ruhig, dennoch bestimmt und sehr effektvoll akzentuierend, dirigierte der musikalische Leiter Stephan Pfaff sein junges Orchester. Donnernder Applaus belohnte den Nachwuchs.

Dann folgte der Auftritt von Gerhard Feiertag mit seinem herausragend besetzten Orchester in symphonischer Besetzung. In weitestem Sinne ging es um Filmmusik, um Cowboy- und Indianergeschichten, wie Moderator Edgar Zeifang zu berichten wusste – mit Ausnahmen natürlich. Steven Reineke hatte einst die stilvolle Fanfare über den Aufstieg des Feuervogels (Rise of the Firebird) komponiert. Schon mit dem ersten Ton zogen die Musiker das Publikum in den Bann dieses fantastischen Stücks. Sie konnten diese Spannung halten bis zum letzten Ton, bis zum Verklingen des Stückes.

Kees Vlaks „Return to Ithaca“ zielt etwas in die griechische Mythologie, was das Orchester sehr gekonnt und mit viel Leidenschaft umsetzte. Über den Untergang des indianischen Volkes komponierte James Swearingen das wunderbare Stück „Where the river flows“. Wunderbar umgesetzt und akzentuiert führte Dirigent Gerhard Feiertag seine mehr als 60 Musiker durch dieses sicher nicht einfach zu interpretierende Stück.

„Les Misérables“ ist ein Musical, das auch verfilmt ein Millionenpublikum weltweit begeisterte. Nicht ganz unschuldig daran war das Staraufgebot. Die Filmmusik von Claude-Michel Schönberg, die von Warren Barker für Blasorchester arrangiert wurde, bildete den Abschluss des ersten Teils.

Jacob de Haan bewies sich sehr eindrucksvoll mit dem Stück „Oregon“ als Eisenbahnfan, mit dem er die Weiten der Prärien, aber auch die schroffe Gebirgswelt der Rocky Mountains musikalisch beschreibt.

Einen Ausflug in die Popmusik gab es mit einem Medley: „The Phil Collins collection“ stellte sieben große Hits des Schlagzeugers vor, unter anderem den Megahit „Another day in Paradise“. Die großartige, weltbekannte Fanfare des Westerns „Die glorreichen Sieben“ stellte den Abschluss der Filmmusiken dar. Mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ kehrte die Kapelle zu klassischer Blasmusik zurück. Dies war der Höhepunkt des Konzerts.

Als Zugabe gaben die Musiker zunächst den höchst temperamentvollen „Slavia Galopp“, bevor besinnlich mit „One moment in time“ wurde der Heimweg angedeutet.

 

 

 

Schwarzwälder Bote , 28.Dezember 2015, von Hans-Jürgen Kommert

 

Außergewöhnliche Auszeichnung

 

Für einige Musiker gab es Auszeichnungen des Blasmusikverbandes. Die höchste war der goldene Lorbeerkranz.

Schönwald. Einmal mehr schwelgte Heinrich Glunz als Präsident des Blasmusikverbands Schwarzwald in Superlativen, als er beim Jahreskonzert in der Uhrmacher-Ketterer-Halle mit glänzenden Augen über den Musikverein Kurkapelle Schönwald als "ein Juwel der Blasmusik" nicht nur im Schwarzwald sprach. Er habe beinahe jährlich die Ehre, verdiente Musiker auszuzeichnen.

Mit einer außerordentlichen Ehrung begann er: Für 60 Jahre aktiven Musizierens konnte er den Mann am Bariton auszeichnen. Albert Weis, der auch viele Jahre Teil der Vereinsführung war, wurde neben der Vereinsehrung mit der großen goldenen Vereinsehrennadel mit goldenem Lorbeerkranz eine weitere Ehre zuteil: Der Bund Deutscher Blasmusikverbände zeichnete ihn mit der goldenen Ehrennadel mit Diamant mit Jahreszahl und dem Ehrenbrief aus.

Für 25 Jahre konnte Glunz Stephan Pfaff und Herbert Schuhmacher die silberne Ehrennadel des BDB anstecken. Der Schönwälder Verein belohnte diese beiden Mitglieder mit der Ehrenmitgliedschaft. Die Vereinsehrennadel in Gold erhielt für 20 Jahre aktiver Musikertätigkeit Clemens Faller. In Silber wurde diese Nadel an Melanie Feiertag vergeben, sie musiziert seit 15 Jahren aktiv.

Momentan pausiert Carmen Schreiber aus beruflichen Gründen, dennoch konnte sie von der kommissarischen Vorsitzenden Verena Kuner für zehnjährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Bronze geehrt werden.

 

 

 

 
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