- Herzlich willkommen beim Musikverein-Kurkapelle Schönwald e.V. -

 

» Kritiken - Presseberichte »

 

Jahreskonzert & Theater 2012 / Südkurier

 

Südkurier , 28.Dezember 2012

Kurkapelle: Ausklang voller Harmonie

Der Musikverein Kurkapelle brilliert bei seinem Jahreskonzert. Die Musiker bieten ihrem Publikum in der Uhrmacher-Ketterer-Halle mit abwechslungsreicher Musikauswahl ein echtes Erlebnis.

Eine anspruchsvolle Vielfalt konzertanter Blasmusik versprach der Vorsitzende des Musikvereins Kurkapelle Schönwald, Bernd Hettich, dem Publikum beim Jahreskonzert. Die Gäste in der voll besetzten Uhrmacher-Ketterer-Halle erlebten ein musikalisches Erlebnis mit verschiedenen Genres der Blasmusik, brillant dargeboten von über 60 Musikern und mit feinem Gespür ausgewählt von Dirigent Gerhard Feiertag.

Zu Beginn des Klangerlebnisses beeindruckte die Jugendkapelle unter der Leitung von Stephan Pfaff. Mit der „Bohemian Rapsody“ und „Leningrad“ präsentierten die 16 Jungmusiker zwei anspruchsvolle Stücke mit Tempo- und Rhythmuswechseln und faszinierten damit ihr Publikum. Jonas Kern moderierte den Auftritt und gab Erläuterungen zu den populären Stücken.

Edgar Zeifang führte die Konzertgäste durch das Angebot der Hauptkapelle. Er erläuterte die Stücke und gewährte den Besuchern schon mal einen Blick ins Innenleben des Orchesters. „Da hat er uns einen ganz schönen Brocken vorgesetzt“, kündigte er die „Romantische Ouvertüre“ an, die Gerhard Feiertag ins Programm genommen hatte.

Für die Musiker bezeichnete Edgar Zeifang das Udo-Jürgens-Medley als Konzerthöhepunkt, für die Konzertbesucher könnte die Auswahl dafür auch anders ausfallen. Schon die Eröffnungsfanfare „Little Opening“ gab einen Vorgeschmack auf die musikalischen Möglichkeiten der Kapelle. Überaus imposant und prächtig boten sie den Kaiserwalzer an und ließen es mit „Dawn of a new day“ mal befreiend und mal melancholisch Tag werden.

„Sinfonie in Pop“ im Big-Band-Sound erlebten die Gäste in unterschiedlichen Rhythmen. Jeder für sich eigenständig und ansteckend, einzig das Thema verband die drei Abschnitte zum einmaligen Hörgenuss. Bei „Die Schöne und das Biest“ kamen alle Musical-Fans auf ihre Kosten und bei „Blaze away“ ließen es Musiker und Dirigent im Marschtempo richtig krachen.

Mit der Zugabe, die das Publikum unnachgiebig forderte, bewies Gerhard Feiertag einmal mehr sein untrügliches Näschen für die optimale Zusammenstellung der Titelauswahl. „You raise me up“, gesungen von Edgar Zeifang, so setzte Gerhard Feiertag mit einer Hymne den eindrucksvollen Schlusspunkt.

Blasius Willmann und Enrico Faustmann versetzten das Konzert mit visuellen Effekten und verstärkten damit die einzelnen Stimmungen zu einem Gesamterlebnis.

Intensive Probenarbeit seit Anfang September setzte den Grundstein zum großen Erfolg des Jahreskonzertes. Im November verstärkte Gerhard Feiertag den Probenrhythmus und feilt mit seinem Musikerkollegen bis zum Schluss an der Perfektion der Darbietungen.

„Was wäre ein Verein ohne seine langjährigen Mitglieder“, eröffnete Bernd Hettich den Ehrungsmarathon (Infokasten). Bernd Hettich übernahm die Vereinsehrungen. Joachim Müller, der Vertreter des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar führte die Verbandsehrungen durch und überreichte den Nachwuchsmusikern ihr Juniorabzeichen. Alina Dold, Marco Duffner, Christoph Kaltenbach, Jonas Kern, Leonie Kern, Sara Kuner, Franziska Löhnert, Jaqueline Schilli, Anna Weis, Sandra Weis und Samira Winterstein hatten in Praxis und Theorie ihren musikalischen Sachverstand bewiesen.

 

Quirlige Darsteller überzeugen in wildem Spaß

Nach dem Jahreskonzert heißt es wieder „Bühne frei!“ für die Schauspieler des Musikvereins Kurkapelle Schönwald. Die bieten dem Publikum einen turbulenten Tanz zum Thema Schuhe und Intrigen.

Bauer Karl jammert: „Lauter Katastrophen, wenn jetzt noch ein Paar Schuhe ins Haus kommen, dann bin ich bedient“, sagt die Bühnenfigur, die von Sebastian Moser dargestellt wird. Das ganz spielt sich im Theaterstück ab, das sich dem Jahreskonzert des Musikvereins Kurkapelle Schönwald anschloss.

Elsa Kaltenbach, die Leiterin der Laienspielgruppe des Musikvereins, hatte mit der Komödie „Die dicksten Bauern“ wieder ein Stück gewählt, das ihren Akteuren geradezu maßgeschneidert war. Der geizige Bauer Karl vertritt die Ansicht, dass ein paar Schuhe völlig ausreichend sind. Darunter leidet seine Frau Resi (Verena Kuner) sehr, zumal Nachbarin Gretel (Jasmin Ganter) ständig neue bekommt.

Der fliegende Schuhhändler Theo nutzt diese Situation aus. Der schlitzohrige Theo, das war eine Paraderolle für Bernd Bruker. „Ieperdewiep“ und „aperdewaap“, nur diese beiden Worte solle Karl eine Woche lang verwenden, verspricht Theo, dann erhalte er ein Paar Schuhe gratis. Tief besorgt konsultiert die ahnungslose Resi die Ärztin, dargestellt von Katja Kern und schließlich den Pastor (Fabian Kaltenbach).

Weil keiner von den beiden den Bauern Karl zum normalen Sprechen bringen kann, bietet sich schließlich Schuhhändler Theo an. Für hundert Euro, so sein Vorschlag, bringe er Karl wieder zum sprechen. Natürlich plündert Resi ihre Ersparnisse und erst nachdem der geizige Karl wieder spricht, geht den beiden ein Licht auf.

Mit viel Sinn für die Situationskomik lieferte die Theatergruppe ein vergnügliches Werk ab. Jeder einzelne füllte seine Rolle perfekt aus: Verena Kuner, die vergeblich versucht, ihrem Mann ein paar Schuhe abzuschwatzen und bei ihrem Mann auf Granit beißt. Oder Jasmin Ganter, die als schnippische, letztendlich doch treue Freundin durch die Kulissen sauste.

Professionell agierte Katja Kern als Ärztin und Fabian Kaltenbach als Pastor kämpfte vergeblich mit der quirligen Gretel um seinen Weihwasserkessel. Sehenswert waren außerdem der stoische Bauer Karl und Bernd Bruker als Strolch Theo.

Eine Stunde lang unterhielten die Schauspieler ihr Publikum bestens. Viel Applaus dankte ihnen ihr Engagement. Zu Recht, denn die Theaterproben mussten sie zusätzlich zur musikalischen Probenarbeit absolvieren.

 

 

 

 

 

 
copyright © by www.musikverein-schoenwald.de