- Herzlich willkommen beim Musikverein-Kurkapelle Schönwald e.V. -

 

» Kritiken - Presseberichte »

 

Jahreskonzert & Theater 2008 / Südkurier

 

Südkurier , 29.Dezember 2008 von W.W.Adam

Gänsehaut inbegriffen

„Ich kann mich der Ankündigung Bernd Hettichs nur anschließen – was wir heute Abend gehört haben, war rattenscharf.“ Joachim Müller, Vertreter des Blasmusikverbandes, lobte die exzellente Leistung des Schönwälder Musikvereins, der am zweiten Weihnachtsfeiertag den Erwartungen des Publikums voll entsprach.

Schönwald – Die Uhrmacher-Ketterer-Halle war komplett besetzt. „Wir haben extra noch Plätze zusätzlich organisiert, um dem Ansturm auf die Karten gerecht zu werden. Wir sind ausverkauft“, so der Vorsitzende des Musikvereins, Bernd Hettich.

Die Zuschauer waren in großer Erwartung. Wenn das Schönwälder Orchester einlädt, ist Qualität garantiert – dann kann ein jeder sich auf ein Konzert der Spitzenklasse freuen. So war es auch nicht verwunderlich, dass neben Joachim Müller mit Ludwig Schwer sogar zwei Vertreter des Blasmusikverbandes anwesend waren. „Ich schätze die Leistungen der Kapelle enorm hoch ein“, so Schwer.

Was alle zu hören bekamen, war Musik höchster Güte. Bereits die Jugendkapelle ließ sich nicht lumpen und zeigte mit den Werken „The Polar Express“ und der „Black Forest Ouvertüre“, was in ihr steckt. Müller bezeichnete die Jugend des Vereins als Brutstätte für die Hauptkapelle, die exzellente Musiker hervorbringe.

Und wie die Jugendlichen den Schwarzwald klanglich dem Publikum näher brachten, steigerte die Begeisterung des Publikums. „Das ist ein würdiger Auftakt für das abendliche Konzert“, so die Blasmusikverbandsvertreter.

Die Hauptkapelle schloss schließlich dort an, wo die Jugend aufgehört hatte. Mit der „Festmusik der Stadt Wien“, einem imposanten Marsch von Richard Strauss, demonstrierte das Orchester Geschlossenheit. Mit dem Werk „Into the raging river“ versetzten die Musiker die Zuhörer in die Welt des Wildwasserraftings. Man sah vor sich große Berge entstehen, fühlte sich in einem Schlauchboot, das langsam den ruhigen Fluss entlangfährt und sah sich plötzlich Stromschnellen gegenüber, die das Boot wild umher warfen.

Edgar Zeifang, der in gewohnt routinierter Art die Ansage übernommen hatte, tat sein Übriges dazu, die Zuhörer in die Welt fern ab der Uhrmacher-Ketterer-Halle zu führen. Die Musiker ließen Klanggemälde entstehen, in die sich ein jeder Besucher des Abends hineinversetzt fühlte. Gänsehaut erklomm unwillkürlich den Rücken der Zuhörer.

Ähnlich erging es den Besuchern bei den folgenden Werken. „Wicked“ – das Erfolgsmusical aus Stuttgart – tauchte das Orchester in ein schimmerndes Grün und ließ die Hexe Dorothy, den Star des Musicals nach Schönwald einschweben. Die Höhepunkte des Musicals „We will rock you“ schlossen sich ebenso wie die größten Werke Joe Cockers an.

Besonders beswingt fühlten sich alle, als in Erinnerung an Benny Goodman dessen größte Kompositionen zu Gehör gebracht wurden. „Brilliante Blasmusik, gepaart mit der gespürten Lust am Spielen – das ist eine Kombination, die die Schönwälder immer wieder darbieten und damit alle im Saal verzaubern. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Orchester“, konstatierte Joachim Müller nach der Zugabe, bei der der Musikverein zusammen mit Alexandra Hehl das Stück „Ich gehör nur mir“ darbrachte

 
Gerhard Feiertag  hatte stets alles im Griff und sprach seinen Musikern am Ende ein Kompliment für deren Leistung aus. Das Schönwälder Orchester schafft es immer wieder von neuem, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Die Musiker des Schönwälder Musikvereins brachten Höchstleistungen und hauchten allen Werken Leben ein.

Südkurier , 31.Dezember 2008 von W.W.Adam

Andreas Kern ist jetzt Ehrenmitglied

Schönwald – Er sei eine wertvolle Kraft, stehe immer bereit, wenn es im Verein etwas zu schaffen gebe und unterstütze das Orchester seit 25 Jahren am Tenorhorn. Die Rede ist von Andreas Kern, der an diesem Abend zum Ehrenmitglied des Musikvereins Schönwald ernannt wurde. Von Joachim Müller, dem Vertreter des Blasmusikverbandes, bekam Kern die silberne Ehrennadel des Bund Deutscher Blasmusikverbände überreicht. „Es ist immer wieder eine Ehre, solch langjährige Musiker für ihr Engagement auszuzeichnen. Sie bilden die Stütze eines jeden Vereins und sorgen dafür, dass Kontinuität vorherrscht“, so Müller.

Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Katja Dessecker, Fabian Kaltenbach und Sandra Ganter ausgezeichnet. Sie sind alle Eigengewächse des Musikvereins und entstammen der „Brutstätte“, wie Joachim Müller die Jugendkapelle bezeichnete.

Er war es auch, der im Anschluss fünf Jungmusikern das Jungmusikerleistungsabzeichen aushändigte. Er bezog sich in seinen Worten auf die Weihnachtspredigt von Pfarrer Andreas Treuer und sprach von einem Blasmusikvirus, der glücklicherweise immer wieder junge Menschen befalle. Die Inkubationszeit betrage dabei rund zwei bis drei Jahre, bis der Virus vollends durchschlägt und die Jugendlichen in die Jugend- beziehungsweise später in die Hauptkapelle einsteigen lässt. „Möge dieser Virus noch lange junge Menschen befallen und irgendwann zu einer Epidemie heranwachsen“, so die Worte des Blasmusikverbandsvertreters. Überreicht bekamen an diesem Abend Carmen Schreiber, Luca Hoffmann, Bastian Hettich, Tobias Mayer und Maximilian Kuner das Abzeichen.

Im Anschluss an das Weihnachtskonzert erfolgte eine längere Umbauphase, bis die Theater-Gruppe des Musikvereins die Bühne betrat. Sie führten das Stück „Der verschwundene Alois“ auf. Stephan Pfaff, der die Rolle des Alois Brummer übernommen hatte, suchte dabei nach versteckten Zauberkünsten in sich und wollte die hohe Kunst des Unsichtbarwerdens erlernen. Dem Hochstapler Blaumeiser – gespielt von Sebastian Moser – wäre er dabei beinahe auf den Leim gegangen, wären da nicht die guten Ideen seines zukünftigen Schwiegersohns Hans – verkörpert von Fabian Kaltenbach – gewesen. Der witzige Abschluss eines grandiosen Konzertabends war somit perfekt.

 

 

 
copyright © by www.musikverein-schoenwald.de