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Jahreskonzert & Theater 2007 / Südkurier

 

Südkurier , 28.Dezember 2007 von W.W.Adam

Die Musiker zeigen ihr ganzes Können

Schönwalds Musikverein hat heute einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt und gehört nicht umsonst zu den musikalischen Größen im Blasmusikverband." Diese lobenden Worte stammen vom Vizepräsidenten des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Armin Schwarz. Das Orchester rund um Dirigent Gerhard Feiertag präsentierte am zweiten Weihnachtsfeiertag Musik in ihrer schönsten Form.

Das Motto des Abends lautete: "Musik weltweit." Die Besucher in der vollbesetzten Uhrmacher-Ketterer-Halle erlebten eine Reise um die Welt, wie sie sonst nur von hoch dekorierten Sinfonieorchestern dargebracht wird. Mindestens sechs der acht dargebotenen Stücke entstammten der Oberstufe und verlangten damit den Musikern alles ab.

Genie und Wahnsinn

Edgar Zeifang, der in gewohnt souveräner Art durch das Programm führte, konnte einen Höhepunkt nach dem anderen ankündigen. "Pomp & Circumstance" war der Eröffnungsmarsch, quasi der Auftakt der Reise um die Welt. Als heimliche Nationalhymne Englands ist dieses Werk von Edgar Elgar weithin bekannt und beliebt. Höhepunkte aus dem Musical "Mozart" entführten die Besucher nach Salzburg, wo sie die Nähe zwischen Genie und Wahnsinn erfuhren. Musikalisch präsentierte das Orchester damit keine "kleine Nachtmusik" und auch kein Menuetto, das Harmonie und Wohlbefinden darbieten würde. Die Musik des Musicals zeigt die Zerrissenheit Mozarts in ganz besonderer Weise auf. Passend dazu fügte sich die Ouvertüre "Orpheus in der Unterwelt" an, denn der Komponist Jacques Offenbach wurde einst von Rossini als "Mozart der Champs-Elysees" bezeichnet.

Schon zu diesem Zeitpunkt des Abends - kurz vor der Pause - war den Besuchern bewusst, dass sie ein Konzert miterleben duften, das sich von all den anderen Auftritten des Schönwälder Musikvereins nochmals abhob. Der Anspruch, den Gerhard Feiertag an seine Musiker stellte, war nochmals gestiegen. Das ohnehin hohe Niveau der musikalischen Darbietung wurde eindrucksvoll getoppt. Gerhard Feiertag war es dann auch, der nach dem wohl schwierigsten Werk des Abends, "Omisoka" von Itaru Sakai, strahlend das Dirigentenpodium verließ. In seinen Augen spiegelten sich Stolz und Anerkennung. Seine Musiker hatten die "harten Brocken" mit Bravour geleistet, hatten Feiertags Erwartungen erfüllt und das Publikum in den Bann gezogen. Dies hielt insbesondere auch bei den folgenden Werken an. Für die Zuhörer wohl am fesselndsten waren die schönsten Melodien aus dem Musical "König der Löwen". Der kleine Löwe "Simba" erschien vor dem geistigen Auge vieler Konzertbesucher. Die Musik, die von Elton John komponiert wurde, ließ sie Schönwald verlassen und die Reise hin zum schwarzen Kontinent antreten. Mal träumerisch, mal risikobereit fühlten sich die Zuschauer in die Welt des Königskindes versetzt.

Viele Glückwünsche

Der Marsch "Mein Regiment" von Hermann L. Blankenburg beschloss das Konzert und schloss damit den Kreis, der mit dem Eröffnungsmarsch begonnen hatte. Die Zuschauer waren begeistert und es gab viele, die später zu Gerhard Feiertag gingen und ihn persönlich zu diesem gelungenen Konzert beglückwünschten.

 

 

 
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