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Jahreskonzert & Theater 2005 / Südkurier

 

Das Publikum feiert die grandiosen Musiker

Musikverein Schönwald beweist beim Weihnachtskonzert seine Klasse - "Diebische Elster" im Mittelpunkt

VON WOLF-WILHELM ADAM

Der Musikverein Schönwald hat wieder einmal in grandioser Weise seine Klasse unter Beweis gestellt. Ich ziehe meinen Hut vor einer fabelhaften Leistung." Diese Worte des Vizepräsidenten des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Otto Sieber, drückten aus, was wohl viele Konzertbesucher dachten. Denn das Weihnachtskonzert des Schönwälder Musikvereins kann als großer Erfolg gewertet werden.

Die Anspannung war enorm, die Umsetzung erstklassig und die Freude danach riesig. Man sah es Gerhard Feiertag an, dass dieses Konzert trotz seiner bereits 24-jährigen Tätigkeit als Dirigent der Schönwälder Musik- und Kurkapelle etwas Außergewöhnliches war. Die Schweißperlen auf seiner Stirn wurden von Stück zu Stück zahlreicher und erst nach dem Höhepunkt des Abends, dem Werk von Gioacchino Rossini mit dem Titel "Die diebische Elster", gab es eine Entspannung. Gerhard Feiertag selbst war danach begeistert von der Präzision und der Harmonie, die während des Werkes aus der höchsten Kategorie bei seinen Musikern herrschte. Jeder Ton stimmte, jede Sorge war unbegründet. "Es hat unwahrscheinlich Spaß gemacht, Teil dieses meisterlich dargebrachten Werkes zu sein", so Feiertag, dessen Begeisterung ihm sofort anzusehen war. Und er darf mit Recht stolz auf seine 72 Musiker sein.

Es waren in diesem Jahr insgesamt zehn Musiker mehr auf der Bühne vertreten als noch im zurückliegenden Jahr. Der Nachwuchs kam aus der Bläserjugend und integrierte sich hervorragend in die große Kapelle, die somit ein sagenhaftes Klangvolumen in die Uhrmacher-Ketterer-Halle brachte. Diese war fast komplett ausverkauft. Die Zuhörer waren durchweg sehr positiv angetan von dem musikalisch hochkarätigen Programm - sie würdigten die monatelange Vorbereitungszeit der Schönwälder Musiker mit lang anhaltendem Applaus, der für jeden einzelnen Musiker Entschädigung für die viele und schweißtreibende Probenarbeit war.

Die "diebische Elster" war das elementare Stück des Abends. Doch auch die anderen Werke sind nicht weniger erwähnenswert: Die Musicals "Mama Mia" und "Jesus Christ Superstar" machten einen weiteren Teil des Konzertes aus, ebenso die Werke "Euregio", "La Storia" und der Konzertmarsch "Die Sonne geht auf". Das Stück "Caribbean Clipper" von Luigi di Ghisallo war, wie auch einige andere, mit Bildern und Impressionen im Hintergrund versehen. Die Zuschauer fühlten sich von dem großen Kreuzfahrtschiff in eine andere Welt gebracht, fern der weißen und derzeit ziemlich kalten Heimat.

Zu erwähnen ist natürlich auch die Bläserjugend, die traditionsgemäß den Abend eröffnete. Unter der Leitung von Sandra Krebs gaben sie ein Potpourri der bekanntesten und schönsten Weihnachtslieder zu Gehör und schlossen ihren Auftritt mit dem Stück "Simply Rock" von Rob Ares ab.

 

Chaos um die falsche Dame

Musikverein Schönwald zeigt das Lustspiel "Die Ersatzbraut" - Krönender Abschluss

Schönwald (wwa) Der Schönwälder Musikverein ist für seine hochkarätigen musikalischen Darbietungen bekannt. Beim Weihnachtskonzert setzen die Musiker immer noch ein Tüpfelchen auf das "i": Seit über 20 Jahren ist nach dem musikalischen Part traditionell ein Lustspiel zu sehen. So war es auch in diesem Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag: Auf dem Programm stand das herzerfrischende und humorvolle Bühnenstück "Die Ersatzbraut".

Eberhard, köstlich gespielt von Stephan Pfaff, hat einen Erbonkel und dieser wollte die Erfolge klären. Doch der Onkel hatte eine Bedingung: Eberhard musste eine Frau an seiner Seite vorweisen, die dem Onkel zusagt. Da ihn kurz vor dem Treffen mit dem Erbonkel seine Freundin nach einem Missverständnis verlassen hatte, musste sein Freund und Mitbewohner Robert, gespielt von Bernd Bruker, kurzerhand einspringen. Man kann sich lebhaft vorstellen, was nun folgte: Bernd Bruker wurde zur Frau umfunktioniert.

Das Gelächter war groß, als Robert mit verstellter Stimme, hochhackigen Schuhen und hautengem Kleid auf die Bühne trat und dem Onkel in Person von Gerhard Feiertag gegenüber stand. Dieser - ein Menschenkenner sondergleichen - war begeistert von der Freundin seines Sohnes. Wie es der Zufall wollte, tauchte jedoch urplötzlich Schlächtermeister August Hitzig (Thomas Schreiber) auf. Er wollte Robert zu Hackfleisch verarbeiten, weil dieser mit seiner Tochter ein Verhältnis hatte, verliebte sich aber zu allem Überfluss in die von Robert gespielte Dame. Das Chaos war perfekt.

Es ist immer wieder eine Leistung, wie die Musiker es schaffen, neben der vielen Probenarbeit für das Konzert auch noch ein solches Lustspiel einzuüben. Die Leitung hat Elsa Kaltenbach und all die Mitwirkenden sind schon seit vielen Jahren mit dabei. Dass es ihnen auch in diesem Jahr wieder gelungen war, ein passendes Stück auszuwählen und es gekonnt rüber zu bringen, zeigte der lang anhaltende Applaus und so manche Lachträne in den Augen der Zuschauer. Ein krönender Abschluss unter einen besonderen Konzertabend, waren sich viele einig.

 

Ehrungen

Schönwald (wwa) Albert Weis spricht nicht nur vom Ehrenamt, er lebt es vielmehr auf ganz besondere Weise. Im Rahmen des Weihnachtskonzertes des Schönwälder Musikvereins (wir berichten noch) wurde der Musiker für 50 Jahre Aktivität in der Kapelle ausgezeichnet, wobei der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Otto Sieber, das Engagement des Schönwälders als vorbildlich für Jung und Alt bezeichnete. Weis begann seine Musikerkarriere mit dem S-Horn und spielte heute den Bariton. Er war lange Zeit aktiv im Vereinsausschuss tätig, fungierte viele Jahre als Wirtschafter und ist stets zur Stelle, wenn der Verein seine tatkräftige Unterstützung benötigt. Für dieses Engagement wurden ihm die große goldene Ehrennadel des Bund Deutscher Blasmusikverbände sowie die Ehrenmitgliedschaft im Blasmusikverband Schwarzwald-Baar verliehen.

Der Musikverein nutzte die Gelegenheit, um noch weitere Ehrungen für besondere Mitglieder auszusprechen. Christina Storz und Katja Dessecker bekamen das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber verliehen. Sie haben die überaus harte Prüfung, wie sie der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar bezeichnete, mit Bravour bestanden und könnten auf das Erreichte mehr als nur stolz sein.

Für zehn Jahre Aktivität in der Kapelle wurden anschließend Mike Scherzinger und Clemens Faller mit der bronzenen Vereinsehrennadel ausgezeichnet.

Die Silberne Vereinsehrennadel für 15-jährige Aktivität bekamen Daniela Krebs, Stephan Pfaff, Thomas Fiedler und Herbert Schuhmacher verliehen. Daniela, die seit kurzem die erste Frau der Vereinsgeschichte in der Position des stellvertretenden Vorsitzenden ist, zeige durch ihre Flexibilität – sie spielt vier verschiedene Instrumente – großes und vorbildliches Engagement. Stephan Pfaff leitete einige Jahre die Jugendkapelle, ist somit nicht ganz unschuldig an dem hohen Leistungsstand der Jungmusiker und spielt selbst auch zwei Instrumente.

Thomas Fiedler musste berufsbedingt seine Musikerkarriere an den Nagel hängen, hatte aber auch 15 Jahre lang die Kapelle tatkräftig unterstützt. „Wenn du mal wieder mehr Zeit hast, dann stehen dir die Türen offen für einen Widereinstieg“, so der Vorsitzende Hans-Peter Weis. Und Herbert Schuhmacher, der an der Klarinette seit vielen Jahren seinen Dienst versieht, ist ebenso eines der Mitglieder, das immer dann zur Stelle ist, wenn es etwas zu schaffen gibt.

Eine außergewöhnliche Ehrung wurde Hans Peter zuteil. Normalerweise ehrt der Musikverein beim Weihnachtskonzert keine passiven Mitglieder, doch in seinem Fall machte der Verein eine Ausnahme. Hans Peter ist einer jener Förderer des Vereins, der ohne mit der Wimper zu zucken Großes für den Verein leistet. Für ihn sei es selbstverständlich, die Musiker wo immer es auch geht zu unterstützen. Dafür wurde ihm die silberne Ehrennadel des Vereins mit einem ganz großen Dankeschön verliehen.

 

 
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