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Jahreskonzert & Theater 2004 / Südkurier

 

Südkurier, 29.12.2004, Wolf-Wilhelm Adam

Schönwald (wwa) Der Schönwälder Musikverein gehört zu den besten Kapellen des gesamten Verbandes. Und diesem Ruf wurde die Mannschaft um Dirigent Gerhard Feiertag am zweiten Weihnachtsfeiertag in beeindruckender Weise gerecht. Mit klanglich einzigartigen und imposanten Tongemälden wartete der Musikverein auf. Das Orchester knüpfte damit an die überaus erfolgreichen Konzerte aus den vergangenen Jahren an und setzte gar wieder neue Maßstäbe mit einem sehr anspruchsvollen und vielgestaltigen Programm.

Als die Bläserjugend unter der Leitung von Sandra Krebs traditionsgemäß den Abend eröffnete, war im Saal so gut wie kein Platz mehr zu bekommen. Die Stücke „The Spirit of Christmas“ und „All I ask of you“ boten dahingehend einen gelungenen Einstieg und zeugten auch von der Klasse der Jugend des  Musikvereins, welche hiermit ihren Platz im abendlichen Programm des Jahreskonzertes durchaus zu behaupten wussten.

Die Hauptkapelle eröffnete ihren Part traditionsgemäß mit einem Werk des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak, dieses Mal mit dem Slawischen Tanz Nr. 8. Bereits zu Beginn wurde damit ein Werk gewählt, welches als hochkarätige Komposition gilt, war ihre Grundlage doch der „Furiant“, jener rasche, feurige Volkstanz mit dem charakteristischen Wechsel zwischen Zweiviertel- und Dreiviertel-Takt.

Mit der großartigen Tondichtung „Mountain Panorama“ stieg das Orchester bereits in die klanglich einzigartigen Tongemälde des Abends ein. An Bord eines Hochgebirgsexpresses zogen gewaltige Massive, gefahrvolle, gar heimtückische Abgründe und Schluchten am geistigen Auge des Konzertbesuchers vorbei - der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Und das war noch lange nicht der Höhepunkt des Abends, denn es ging weiter mit derartigen Klanggemälden. Andrew Lloyd Webber wurde durch die musikalischen Highlights seiner Musicals „Jesus Christ Superstar“, „Evita“ und „Cats“ Tribut gezollt, Glenn Miller zu seinem 100. Geburtstag mittels der „Moonlight Serenade“, der „String of pearls“ und „Pennsylvania 6500“.

Und auch nach der Pause ging es hochkarätig weiter. Unter anderem mit dem niederländischen Starkomponist Jacob de Haan und seinem Werk „Pacific Dreams“. Hiermit begab sich das Orchester auf eine Reise in den Pazifischen Ozean auf eine einsame, romantische Insel. Das Musical „42nd Street“, das in wenigen Tagen in Stuttgart zum letzten Mal aufgeführt wird, stellte an sich den Höhepunkt des Konzertabends dar. Das Schönwälder Orchester erzählte die Geschichte der jungen Peggy Sawyer, die bei der Heimat der wirklich großen Gefühle, nämlich dem Broadway, den großen Durchbruch schafft.

Abgerundet wurde das grandiose Konzert zunächst von den „Caffee Variations“ des niederländischen Komponisten Kees Vlak. Man roch sie förmlich, den Wiener Melange, den russischen Cafe mit Wodka, den milden Cappuccino aus dem Cafe Greco und den French Coffee. Und schließlich beendete der „Colonel Bogey March“ von Kenneth J. Alford das offizielle Programm, das um zwei Zugaben  doch noch einmal verlängert werden konnte. Ein Abend, der sicherlich wiederum die Messlatte für die Zukunft weiter nach oben gesetzt hat und dessen musikalisches Repertoire eine Vielzahl an Besuchern mehr als nur begeisterte.  

 

Südkurier  /  Wolf Wilhelm Adam

Schönwald (wwa) „Der Schönwälder Musikverein gehört zu den besten Kapellen im gesamten Verbandsgebiet! Dieser hohe Stellenwert kommt aber nicht von allein - er beruht insbesondere auf der Treue und der Ausdauer der vielen Musiker.“ Ludwig Schwer vom Schwarzwälder Blasmusikverband konnte am zweiten Weihnachtsfeiertag zusammen mit rund 500 Zuhörern ein Konzert der Extraklasse verfolgen. Mit diesen Worten würdigte er das grandiose Konzert (wir berichten noch) und betonte seine Freude, jedes Jahr diesem musikalischen Genuss beiwohnen zu dürfen. Den Rahmen des Konzertes nutzten der Verein und der Blasmusikverband dazu, treue und langjährige Mitglieder auszuzeichnen. „Es ist der passende Anlass für unsere Auszeichnungen, denn unsere Musiker haben es verdient, vor solch einem großen Publikum für ihr Engagement ausgezeichnet zu werden“, so der Vorsitzende Hans-Peter Weis.

Zunächst wurde an Sophia Läufer und Melanie Feiertag das silberne Jungmusikerleistungsabzeichen verliehen. Marina Hettich, Sabine Keuser und Nadine Pfaff erhielten das Abzeichen in Bronze.

Für seine 40-jährige Aktivität als Musiker der Kapelle wurde Eugen Bruker ausgezeichnet. Er habe mit den Grundstein für den heutigen Erfolg gelegt, als er in Zeiten des Umbruchs dem Verein die Stange gehalten habe. Heute sei er ein großes Vorbild für die Jugend. Gleiches gelte für Alfred Scherzinger, welcher an diesem Abend leider nicht anwesend sein konnte. Der Dank des Blasmusikverbandes galt ihm jedoch in gleichem Maße.

Irene Feiertag und Edgar Zeifang sind seit nun mehr 25 Jahren dem Verein treu und wurden zum einen vom Verband ausgezeichnet, zum anderen vom Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt. „Sie sind pflichtbewusste Musiker, die für den Vereine eine große Stütze darstellen. Ihr Einsatz ist nicht mehr wegzudenken“, so Hans-Peter Weis, Vorsitzender des Musikverein Kurkapelle Schönwald.

Sarah Duffner wurde für ihre 10-jährige Aktivität mit der bronzenen Vereinsehrennadel ausgezeichnet. Die silberne Ehrennadel erhielten Andrea Gehring, Alexander Schätzle, Daniel Schätzle und Bernd Bruker, die seit 15 Jahren als aktive Musiker stets zur Stelle stehen.

Ralf Mayer bekam die goldene Ehrennadel für 20 Jahre musikalischer Unterstützung der Kapelle verliehen.

Als letzter erhielt noch Gerhard Weis ein Präsent überreicht. Er trat im vergangenen Jahr das letzte Mal als aktiver Musiker auf und sollte für seine 29-jährige Treue zum Verein noch einmal ausgezeichnet werden

 

Südkurier  / Wolf Wilhelm Adam

Schönwald (wwa) Auch wenn Silvester noch ein paar Tage auf sich warten lässt, so ließ die Theater-Gruppe des Schönwälder Musikverein anschließend an das Jahreskonzert einen wahren „Silvesterknaller“ los. Das Lustspiel ließ die Lachmuskeln der Besucher schier bersten, kein Auge blieb trocken und so manch einer bekam es mit der Angst zu tun, als er das Rezept der Bowle, die eine schwerwiegende Rolle spielte, zu Gehör bekam.

Die Handlung ist schnell erzählt: Walter, alias Stephan Pfaff, ist Abteilungsleiter in einer großen Firma. Seine Frau Karin, überzeugend gespielt von Heike Kaltenbach, möchte eine Beförderung ihres Mannes erreichen, hat dazu den Firmenchef Georg Liebling, in Gestalt von Gerhard Feiertag, mit dessen Familie zu Silvester eingeladen und möchte, um die Sache perfekt zu machen, ihre Tochter mit dem Sohn des Firmenchefs verkuppeln.

Karins Mutter Hilda, grandios verkörpert durch Thomas Schreiber, wird kurzerhand zur Hausdame umfunktioniert und schon ist das Chaos perfekt. Besagte Bowle, die aus Anisschnaps, Sekt, Wein, Likör und weiteren hochprozentigen Zutaten zusammengestellt wurde, ließ die Verzwickung und das Chaos nur noch größer werden - rein nach dem Motto: „Eine Bowle ist erst dann gut, wenn die Leber ihre Hände über der Milz zusammenschlägt!“

Als dann noch die Nachbarin Rosi (Elsa Kaltenbach) aus der „Roten Laterne“ auftaucht, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der Ritt auf Firmenchef Liebling quer über die Bühne und die Erkenntnis, dass dessen Frau früher auch in der „Roten Laterne“ gearbeitet hat, sorgte für den „Silvesterknaller“ des Jahres.

 

 

 

 
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