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Jahreskonzert & Theater 2003 / Südkurier

 

Südkurier v. 29.Dezember 2003 / W.W. Adam

Imposante Leistungen präsentiert

Musikverein knüpft an bisherige Erfolge an und wird allen hohen Erwartungen gerecht

Schönwald (wwa) Mit klanglich einzigartigen und imposanten Tongemälden wartete am vergangenen Freitagabend der Schönwälder Musikverein im Rahmen seines Jahreskonzertes auf. Damit knüpfte das Orchester, welches mittlerweile weit über die Grenzen der Region hinaus als Garant für musikalische Höchstleistungen gilt, an die vergangenen überaus erfolgreichen Konzerte an und setzte gar wieder einmal neue Maßstäbe mit einem äußerst anspruchsvollen und vielgestaltigen Programm.

Dabei konnte der Besucher sich schon am Eingang zur Uhrmacher-Ketterer-Halle vom Einfallsreichtum des Musikvereins überzeugen; denn man fühlte sich in das Schloss des Vampirgrafen Krolock versetzt und wurde damit gleich in das Geschehen – sicherlich auch durch das Glas blutroten Sekt - hineinversetzt. Und damit war klar: an diesem Abend wartete ein besonderer Leckerbissen auf die vielen Gäste.

Als die Bläserjugend unter der Leitung von Sandra Krebs traditionsgemäß den Abend eröffnete, war im Saal kein Platz mehr zu bekommen. Die Stücke „White Christmas“ und „Flip, Flop and Fly“ boten dahingehend einen gelungenen Einstieg und zeugten auch von der Klasse der Jugend des Musikvereins, welche hiermit ihren Platz im abendlichen Programm des Jahreskonzertes durchaus zu behaupten wussten.

Die Hauptkapelle eröffnete ihren Part mit einem festlichen Marsch von Antonin Dvorak. Bereits zu Beginn wurde damit ein Werk gewählt, welches als hochkarätige Komposition gilt, wurde sie doch zur Silberhochzeit des österreichischen Kaiserpaares im April des Jahres 1879 uraufgeführt.

Mit der großartigen Tondichtung „Return to Ithaka“ stieg das Orchester, welches unter der mehr als bewährten Leitung seines Dirigenten Gerhard Feiertag stand, bereits in die klanglich einzigartigen Tongemälde des Abends ein. Auf den Überlieferungen des griechischen Dichters Homer basiert das imposante Werk, welches von der zehnjährigen Irrfahrt des Odysseus berichtet und von dem einäugigen Riesen Polyphem, der reizenden Nixe Kalypso und den verführerischen Gesängen der Zauberin Kirke erzählt. Die Musiker des Schönwälder Musikvereins zogen bereits hier alle Register ihres Könnens und bewiesen durchweg eine erstklassige Interpretation des Werkes, welches unter Musikexperten bei Wertungsspielen auf einer der höchsten und damit schwierigsten Ebenen angesiedelt wird.

Und das war noch lange nicht der Höhepunkt des Abends, denn es ging weiter mit derartigen Klanggemälden. Das Musical „Elisabeth“ stand als nächstes auf dem Programm. Die Biografie der österreichischen Kaiserin Sissi, wie sie liebevoll vom Volk genannt wurde, beschreibt dabei kein Märchen, sondern eher einen Alptraum, der von Enttäuschungen und Entbehrungen geprägt war. Das Musical zeigt das Leben der Kaiserin aus dem Blickwinkel des Anarchisten Luigi Lucheni, der zu ihrem Mörder wurde.

Und auch nach der Pause ging es hochkarätig weiter. Unter anderem mit dem niederländischen Starkomponist Kees Vlak und seinem Werk „Lord of seven seas“. Hiermit begab sich das Orchester auf eine Reise in die Zukunft, wobei die typischen Science-Fiction-Melodien, gleichzeitig aber auch Erinnerungen an den fliegenden Holländer, das riesige Raumschiff versinnbildlichten.

Und schließlich wartete der Musikverein mit den Highlights aus dem Kultmusical „Tanz der Vampire“ auf. Das überdimensionale Gebiss, welches über den Musikern schwebte, verlieh dem Ganzen eine schaurige Atmosphäre. All jene, die das Musical in Stuttgart gesehen hatten, sahen vor sich den Chor der Vampire aufsteigen, die blutrünstigen Wesen, welche nur hinter einem her sind: dem Blut ihrer Opfer. Grandios wie das Orchester diese Blutsauger allein durch ihre musikalischen Möglichkeiten in der Schönwälder Uhrmacher-Ketterer-Halle erstehen ließen.

Die Liverpool Sound Collection passte sich ebenso wunderbar in das abendliche Programm ein und mit dem „Florentinermarsch“ schloss sich der Kreis der imposanten Werke. Durch das Programm führten Ramona Baier vom Jugendorchester und in bewährter Weise Edgar Zeifang, welcher in der Zugabe gesanglich mit Liedern der Rock ’n Roll-Legende Elvis Presley noch einmal Schwung in die Zuhörerschar brachte. Ein Abend, der sicherlich wiederum die Messlatte für die Zukunft weiter nach oben gesetzt hat und dessen musikalisches Repertoire eine Vielzahl an Besuchern mehr als nur begeisterte.

 

 

 
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