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2.Kirchenkonzert 26.April 2008 / Südkurier

Wunderschöner Ohrenschmaus

von W.W.Adam

Schönwald (wwa) Man kann wieder einmal von einem grandiosen Erfolg sprechen: Der Schönwälder Musikverein begeisterte mit seinem zweiten Kirchenkonzert am Samstagabend an die 450 Besucher, die ein Konzert erlebten, das mit Höhepunkten gespickt war. Mit dazu bei trugen die ausgezeichneten Musiker des Orchesters, genauso aber auch die Mitwirkenden des Kirchenchores, der Alphornbläser und auch Alexandra Hehl.

Der Kirchenchor unter Rolf Scherer hatte mit Werken von Händel, Bizet und Verdi den richtigen Ton getroffen. Durch die Auswahl der Werke passte sich der Chor harmonisch in das Gesamtbild ein und zeigte dennoch seine Eigenständigkeit.

Die Alphornbläser unter der Leitung von Bruno Baier setzen Akzente im Kirchenraum. Absolute Premiere war dabei das Zusammenspiel von Orchester und Alphornbläsern, das mit dem Titel "Begegnung" nicht besser dargebracht hätte werden können.

Und dann war da noch Alexandra Hehl. Die junge Schönwälderin hat sich dem Gesang verschrieben und brachte die Titel "One moment in time" und "Ich gehör nur mit" aus dem Musical "Elisabeth" zusammen mit dem Orchester zu Gehör. Ein wunderschöner Ohrenschmaus, wie so mancher Zuhörer an diesem Abend meinte, bot sich dem Publikum, das diesen gesanglichen Part besonders würdigte. Es war auch ein wirklich besonderes Gefühl, das einen beschlich, als man den Klängen lauschte. Dem "Ich gehör nur mir" schloss sich nämlich die heimliche Nationalhymne der Schotten, das Werk "Highland Cathedral" an, was bei unzähligen Besuchern eine Gänsehautstimmung auslöste. Obwohl der Unterschied der beiden Werke nicht größer hätte sein können, hat Dirigent Gerhard Feiertag mit viel Fingerspitzengefühl zwei Melodien ausgewählt, die stimmungsmäßig exzellent harmonierten.

Generell war das Konzert hervorragend auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt. Die Verbindung aus Show, Musik und Gotteshaus gelang Feiertag mit dem zweiten Konzert dieser Art wieder ausgesprochen gut. Monumentale Werke wechselten sich mit Musicals ab. Immer wieder brillierten Solisten aus den Reihen des Musikvereins. Verena Kuner beispielsweise mit der Panflöte beim Werk "Einsamer Hirte" von James Last. Es ist wirklich das feine Gespür für den Ort und damit auch für das Publikum, das die Auftritte des Musikvereins immer wieder zu Erfolgen werden lässt.

Zum Ende des Konzertes kamen Musikverein und Kirchenchor noch zusammen. "Großer Gott wir loben dich" wurde angestimmt. Und alle Besucher stimmten mit ein. Das wohl bekannteste Kirchenlied erfüllte den Raum des Gotteshauses und wen bis dahin kein kalter Schauer über den Rücken lief, der war spätestens zu diesem Zeitpunkt an dem Punkt, wo die Begeisterung überhand nahm. Das zeigte sich auch in den anschließenden stehenden Ovationen. Obwohl Gerhard Feiertag nur eine Zugabe eingeplant hatte, mussten er und seine Musiker nochmals ein Werk spielen. "Ich möchte mein Lieblingsstück - das Ich gehör nur mir' mit Alexandra Hehl nochmals hören", meinte Feiertag.

 
 
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