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175-jähriges Vereinsjubiläum, 23.-26.Juli 2010

 

Südkurier, 26.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam

Musikalische Ekstase beim Jubiläum

Schönwald – Der Musikverein versprach ein rauschendes Fest. Was am Wochenende bei den Jubiläumsfeierlichkeiten der Schönwälder Musik- und Kurkapelle geboten war, das war mehr als nur dies.

800 Jugendliche und Junggebliebene feierten bereits am Freitagnacht den Festauftakt mit der Gruppe „Neumond“. (Der SÜDKURIER berichtete am Samstag.) Friedlich, glücklich und mit ganz viel Bass und tollen Tönen feierten alle gemeinsam und legten den passenden Grundstein für ein Jubiläum, das so sicherlich nur wenige Vereine organisiert bekommen hätten.

Am Samstag stand dann zunächst der musikalische Part der Jugend auf dem Programm, zu dem sich fünf Jugendkapellen im Festzelt eingefunden hatten und eine entsprechend große Resonanz in der Bevölkerung hervorriefen. Doch der Höhepunkt sollte noch kommen. Er hieß „Vlado Kumpan“.

Was dieser begnadete Volksmusik-Künstler mit seinen Musikern auf die Bühne zauberte, davon träumen wohl alle Kapellen. Innerhalb kürzester Zeit war das Publikum gefesselt und begeistert in einem. Die Menschen standen auf Bänken und Tischen, jubelten, sangen, klatschten und tanzten. Man könnte fast von Ekstase sprechen, wenn man den Besuchern des Festes so zuschaute. Und das erstaunliche dabei: Vlado Kumpan zieht Jung wie Alt in seinen Bann. Das Festzelt platzte fast aus allen Nähten und es herrschte eine Stimmung, wie sie schöner und besser nicht hätte sein können. „Mit Vlado haben wir wirklich genau ins Schwarze getroffen“, freute sich Bernd Hettich, der Vorsitzende des Musikvereins.

Am Sonntagmorgen ging es zunächst mit einem festlichen Wortgottesdienst weiter, den die Musiker aus Jenesien (Südtirol) mitgestalteten. Sie blieben anschließend gleich sitzen und spielten zum Frühschoppen auf. Um 14 Uhr war es dann soweit: 34 Musikvereine mit 1444 Musikern zogen durch die Straßen von Schönwald. Zwischendurch sah man immer wieder Traktoren aus längst vergangenen Zeiten, die das farbenprächtige Bild der Musiker noch zusätzlich auflockerten.

Neben den Ehrengästen – unter ihnen Landrat Karl Heim und der Ehrenpräsident des Blasmusikverbandes Ewald Merkle – jubelten Hunderte, wenn nicht Tausende, den Musikern zu.

 

Südkurier, 26.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam

Kommentar: Genau ins Schwarze

Respekt und AnerkennungDer Schönwälder Musikverein hat mit seinen Jubiläumsfeierlichkeiten voll ins Schwarze getroffen. Egal, ob es die Gruppe „Neumond“, Vlado Kumpan oder Mathias Gronert sind – die Mischung stimmt einfach und es findet sich jede Altersklasse angesprochen. Nicht umsonst haben der komplette Vorstand und viele weitere Mitglieder zwei Jahre im Voraus begonnen, ein Fest auf die Beine zu stellen, das seines Gleichen sucht.

Beim Blick hinter die Kulisse sieht man vor allem, wie professionell hier gearbeitet wird und mit welcher Akribie Bernd Hettich und sein Team an jede Eventualität gedacht haben.

Dem Musikverein gebühren deshalb nicht nur die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag: ihm gebührt insbesondere großer Respekt. Sicherlich könnten die Musiker ohne die Unterstützung aller Schönwälder Vereine ein solches Fest nicht stemmen. Doch allein die Organisation und das Talent, ein derart rundes Festprogramm auf die Beine zu stellen, muss dem Musikverein Kurkapelle Schönwald erst einmal einer nachmachen.

 

Südkurier, 27.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam

Blasmusik bis spät in die Nacht

Musikalische Glückwünsche auf hohem Niveau im Festzelt

Schönwald (wwa) Auch Tag drei der Jubiläumsfeierlichkeiten des Musikvereins Schönwald kann als Erfolg abgehakt werden. Nach dem großen Umzug durch die Straßen von Schönwald, an dem fast 1500 Musiker teilnahmen (wir berichteten), ging es wieder ins Festzelt unterhalb des Schweizerhauses. Dort spielten zahlreiche Kapellen dem Geburtstagskind ein Ständchen und unterhielten die unzähligen Besucher auf hohem Niveau.

„Es ist immer wieder eine Freude, unsere befreundeten Kapellen spielen zu hören“, meinte der Vorsitzende Bernd Hettich. „Insbesondere wissen wir, dass Musik und Stimmung passen, wenn unsere Freunde am musizieren sind“, so der Vorsitzende.

Mit den Kapellen aus Tannheim, Furtwangen, Simmersfeld, Weilersbach, Oberried, Niedereschach und Tennenbronn wurde den Besuchern des Festes eine bunte Mischung vieler Stilrichtungen echter Blasmusik geboten, die begeisterte und ankam. Das Festzelt leerte sich über die gesamte Zeit kaum und wenn, dann fand ein reger Austausch zwischen gehenden und neu ankommenden Gästen statt. „Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, dass das Festzelt fast immer voll ist. Da hat sich der Stress und die viele Arbeit wenigstens gelohnt“, meinte der zweite stellvertretende Vorsitzende Heiko Ganter.

Musikalisch ging es natürlich auch am Abend weiter. Mathias Gronert und seine Blaskapelle „Egerländer Gold“ betraten kurz vor acht die Bühne und musizierten über mehrere Stunden hinweg. Viele Fans der Gruppierung waren gekommen, klatschten und jubelten den Musikern zu, die merklich auch ihren Spaß auf der Bühne hatten. Mit Showeinlagen brachten sie das Publikum herzhaft zum Lachen, mit Soloeinlagen zum Staunen, was denn mit den Blasinstrumenten alles möglich ist. Man konnte die Stimmung zwar nicht mit der beim Auftritt von Vlado Kumpan am Vorabend vergleichen, doch den Vergleich hatte es auch gar nicht nötig. Gronert spielt mit seinen Musikern einfach ein anderes Rezept, das auf seine Weise gut ankommt.

Damit ließen es sich die Besucher zum dritten Mal bis tief in die Nacht hinein beim Fest des Musikvereins gut gehen. Sie kosteten die leckeren Speisen, die der Fußball- und der Skiclub stets frisch zubereiteten, und ließen den Abend bei einem frisch gezapften Weizenbier oder einem der 40 Schnäpse und Liköre des Schützenvereins gemütlich ausklingen.

 

Südkurier, 28.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam

Musikvereins-Jubiläum ist der Renner

Schönwald – Es ist geschafft: Mit einem nochmals vollbesetzten Festzelt endete am Montagabend das Jubiläum des Musikverein Kurkapelle Schönwald. Die Organisatoren sind glücklich und zufrieden.

„Mit solch einem grandiosen Festverlauf muss man mehr als nur zufrieden sein“, versucht der Vorsitzende Bernd Hettich seine Gefühle in Worte zu fassen.

Auch am vierten Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten brachte es der Musikverein fertig, das 2500-Mann-Zelt zu füllen. „Bereits um 14 Uhr hatten wir mehrere 100 Leute im Zelt, zwei Stunden später war es gerappelt voll“, beschreibt Elsa Kaltenbach den Nachmittag. „Wir hätten nie nochmals mit solch einem Ansturm gerechnet.“

Die Zahlen sprechen für sich. Allein am Montag hat der Musikverein 75 Kilogramm Bratwürste an den Mann gebracht und 180 Kilo Kartoffelsalat gingen über den Tresen. Über das ganze Fest hinweg wurden weitere 200 Kilo Schweinehals, 200 Kilo Grillwürste, annähernd nochmals so viele Schnitzel und über 1000 Kilo Pommes gegessen. „Die Schnitzel sind uns am Sonntagmittag ausgegangen, während wir im Vorfeld noch befürchtet hatten, viel zurückbringen zu müssen“, erzählt Heike Kaltenbach, die als Wirtschafterin für den Einkauf des Essens zuständig war. Sie spricht auch von gut 45 Hektolitern Bier, die geflossen sind und wo das Weizenbier noch gar nicht mit eingerechnet wurde. „Das sind 4500 Liter Bier – der reine Wahnsinn, wenn man drüber nachdenkt.“

Der Schützenverein, der den Schnapsstand bewirtete, musste bereits am Samstagmorgen Nachschub organisieren. „Wir hatten eigentlich so viel Likör und Schnaps geordert, dass es für das ganze Fest reichen sollte. Als wir am Sonntag dann nochmals nachordern mussten, erklärte uns der Lieferant beinahe für verrückt“, erzählt Klaus Storz, der Hauptverantwortung für den Stand zeichnete.

Um das alles zu meistern, war auch das 24 auf acht Meter große Küchenzelt bis zum letzten Platz ausgereizt. Hierin waren ja über das ganze Fest hinweg Skiclub und Fußballclub beschäftigt, die mit acht riesigen Kühlschränken, drei Hochleistungs-Backöfen, zwei riesigen Schwenkpfannen, drei Doppelfritteusen, vier Spülmaschinen und vielem mehr eine Meisterleistung erbrachten. Denn keiner konnte sich über Dauer der Zubereitung und Geschmack beschweren. Innerhalb kürzester Zeit stand auch zu Hochzeiten das Essen heiß auf dem Tisch und schmeckte dazu erstklassig.

Dass unter anderem die Küche überhaupt so funktionieren konnte, war mit der Verdienst von Clemens Faller. Er war von Beginn an für die Stromversorgung zuständig, zeichnete Pläne, sprach alles mit der EGT ab und hatte schließlich rund 250 Kilowatt Anschlussleistung unter sich.

„Es sind so viele, die sich hier mit den ihnen eigenen Fähigkeiten eingebracht haben und dafür Sorge trugen, dass wir bei unserem Fest mit keinerlei Problemen zu kämpfen hatten, dass man gar nicht alle nennen kann“, beschreibt Hettich fast schon überwältigt. „Das komplette Team hat eine Leistung erbracht, vor der man nur den Hut ziehen kann“, ist sich der Vorsitzende Hettich bewusst.

Viele Musiker hatten, wenn es hoch kommt, von Donnerstag bis gestern gerade mal zehn Stunden Schlaf. „Wir stehen alle noch so unter Strom, dass die Müdigkeit beiseite gedrängt wird. Doch das Bett wartet und jeder von uns sehnt sich danach“, beschreibt die stellvertretende Vorsitzende, Daniela Krebs.

Zu guter Letzt kann der Vorsitzende hoch zufrieden sein. „Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich mehr als nur gelohnt“, sagt Bernd Hettich.

 
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