Beim Blick hinter
die Kulisse sieht man vor allem, wie professionell hier
gearbeitet wird und mit welcher Akribie Bernd Hettich und sein
Team an jede Eventualität gedacht haben.
Dem Musikverein
gebühren deshalb nicht nur die herzlichsten Glückwünsche zum
Geburtstag: ihm gebührt insbesondere großer Respekt.
Sicherlich könnten die Musiker ohne die Unterstützung aller
Schönwälder Vereine ein solches Fest nicht stemmen. Doch
allein die Organisation und das Talent, ein derart rundes
Festprogramm auf die Beine zu stellen, muss dem Musikverein
Kurkapelle Schönwald erst einmal einer nachmachen.
Südkurier,
27.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam
Blasmusik
bis spät in die Nacht
Musikalische
Glückwünsche auf hohem Niveau im Festzelt
Schönwald (wwa)
Auch Tag drei der Jubiläumsfeierlichkeiten des Musikvereins Schönwald
kann als Erfolg abgehakt werden. Nach dem großen Umzug durch
die Straßen von Schönwald, an dem fast 1500 Musiker teilnahmen
(wir berichteten), ging es wieder ins Festzelt unterhalb des
Schweizerhauses. Dort spielten zahlreiche Kapellen dem
Geburtstagskind ein Ständchen und unterhielten die unzähligen
Besucher auf hohem Niveau.
„Es ist immer
wieder eine Freude, unsere befreundeten Kapellen spielen zu hören“,
meinte der Vorsitzende Bernd Hettich. „Insbesondere wissen
wir, dass Musik und Stimmung passen, wenn unsere Freunde am
musizieren sind“, so der Vorsitzende.
Mit den Kapellen
aus Tannheim, Furtwangen, Simmersfeld, Weilersbach, Oberried,
Niedereschach und Tennenbronn wurde den Besuchern des Festes
eine bunte Mischung vieler Stilrichtungen echter Blasmusik
geboten, die begeisterte und ankam. Das Festzelt leerte sich über
die gesamte Zeit kaum und wenn, dann fand ein reger Austausch
zwischen gehenden und neu ankommenden Gästen statt. „Es ist
ein tolles Gefühl zu sehen, dass das Festzelt fast immer voll
ist. Da hat sich der Stress und die viele Arbeit wenigstens
gelohnt“, meinte der zweite stellvertretende Vorsitzende Heiko
Ganter.
Musikalisch ging
es natürlich auch am Abend weiter. Mathias Gronert und seine
Blaskapelle „Egerländer Gold“ betraten kurz vor acht die Bühne
und musizierten über mehrere Stunden hinweg. Viele Fans der
Gruppierung waren gekommen, klatschten und jubelten den Musikern
zu, die merklich auch ihren Spaß auf der Bühne hatten. Mit
Showeinlagen brachten sie das Publikum herzhaft zum Lachen, mit
Soloeinlagen zum Staunen, was denn mit den Blasinstrumenten
alles möglich ist. Man konnte die Stimmung zwar nicht mit der
beim Auftritt von Vlado Kumpan am Vorabend vergleichen, doch den
Vergleich hatte es auch gar nicht nötig. Gronert spielt mit
seinen Musikern einfach ein anderes Rezept, das auf seine Weise
gut ankommt.
Damit ließen es
sich die Besucher zum dritten Mal bis tief in die Nacht hinein
beim Fest des Musikvereins gut gehen. Sie kosteten die leckeren
Speisen, die der Fußball- und der Skiclub stets frisch
zubereiteten, und ließen den Abend bei einem frisch gezapften
Weizenbier oder einem der 40 Schnäpse und Liköre des Schützenvereins
gemütlich ausklingen.
Südkurier,
28.07.2010, Wolf-Wilhelm Adam
Musikvereins-Jubiläum
ist der Renner
Schönwald
– Es ist geschafft: Mit einem nochmals vollbesetzten
Festzelt endete am Montagabend das Jubiläum des Musikverein
Kurkapelle Schönwald. Die Organisatoren sind glücklich und
zufrieden.
„Mit solch
einem grandiosen Festverlauf muss man mehr als nur zufrieden
sein“, versucht der Vorsitzende Bernd Hettich seine Gefühle
in Worte zu fassen.
Auch am vierten
Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten brachte es der Musikverein
fertig, das 2500-Mann-Zelt zu füllen. „Bereits um 14 Uhr
hatten wir mehrere 100 Leute im Zelt, zwei Stunden später war
es gerappelt voll“, beschreibt Elsa Kaltenbach den Nachmittag.
„Wir hätten nie nochmals mit solch einem Ansturm
gerechnet.“
Die Zahlen
sprechen für sich. Allein am Montag hat der Musikverein 75
Kilogramm Bratwürste an den Mann gebracht und 180 Kilo
Kartoffelsalat gingen über den Tresen. Über das ganze Fest
hinweg wurden weitere 200 Kilo Schweinehals, 200 Kilo Grillwürste,
annähernd nochmals so viele Schnitzel und über 1000 Kilo
Pommes gegessen. „Die Schnitzel sind uns am Sonntagmittag
ausgegangen, während wir im Vorfeld noch befürchtet hatten,
viel zurückbringen zu müssen“, erzählt Heike Kaltenbach,
die als Wirtschafterin für den Einkauf des Essens zuständig
war. Sie spricht auch von gut 45 Hektolitern Bier, die geflossen
sind und wo das Weizenbier noch gar nicht mit eingerechnet
wurde. „Das sind 4500 Liter Bier – der reine Wahnsinn, wenn
man drüber nachdenkt.“
Der Schützenverein,
der den Schnapsstand bewirtete, musste bereits am Samstagmorgen
Nachschub organisieren. „Wir hatten eigentlich so viel Likör
und Schnaps geordert, dass es für das ganze Fest reichen
sollte. Als wir am Sonntag dann nochmals nachordern mussten,
erklärte uns der Lieferant beinahe für verrückt“, erzählt
Klaus Storz, der Hauptverantwortung für den Stand zeichnete.
Um das alles zu
meistern, war auch das 24 auf acht Meter große Küchenzelt bis
zum letzten Platz ausgereizt. Hierin waren ja über das ganze
Fest hinweg Skiclub und Fußballclub beschäftigt, die mit acht
riesigen Kühlschränken, drei Hochleistungs-Backöfen, zwei
riesigen Schwenkpfannen, drei Doppelfritteusen, vier Spülmaschinen
und vielem mehr eine Meisterleistung erbrachten. Denn keiner
konnte sich über Dauer der Zubereitung und Geschmack
beschweren. Innerhalb kürzester Zeit stand auch zu Hochzeiten
das Essen heiß auf dem Tisch und schmeckte dazu erstklassig.
Dass unter
anderem die Küche überhaupt so funktionieren konnte, war mit
der Verdienst von Clemens Faller. Er war von Beginn an für die
Stromversorgung zuständig, zeichnete Pläne, sprach alles mit
der EGT ab und hatte schließlich rund 250 Kilowatt
Anschlussleistung unter sich.
„Es sind so
viele, die sich hier mit den ihnen eigenen Fähigkeiten
eingebracht haben und dafür Sorge trugen, dass wir bei unserem
Fest mit keinerlei Problemen zu kämpfen hatten, dass man gar
nicht alle nennen kann“, beschreibt Hettich fast schon überwältigt.
„Das komplette Team hat eine Leistung erbracht, vor der man
nur den Hut ziehen kann“, ist sich der Vorsitzende Hettich
bewusst.
Viele Musiker
hatten, wenn es hoch kommt, von Donnerstag bis gestern gerade
mal zehn Stunden Schlaf. „Wir stehen alle noch so unter Strom,
dass die Müdigkeit beiseite gedrängt wird. Doch das Bett
wartet und jeder von uns sehnt sich danach“, beschreibt die
stellvertretende Vorsitzende, Daniela Krebs.
Zu guter Letzt
kann der Vorsitzende hoch zufrieden sein. „Die Anstrengungen
der letzten Jahre haben sich mehr als nur gelohnt“, sagt Bernd
Hettich.