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Kirchenkonzert 13.Mai
2006 / Südkurier
Das Konzert - ein
Paukenschlag
VON WOLF-WILHELM
ADAM
Gemeinsamer Auftritt von
Musikverein und Kirchenchor Schönwald begeistert Zuhörer
Es ist schwer, eine Umschreibung zu
finden, die nicht zu euphorisch klingt. Obwohl das erste
Kirchenkonzert es durchaus verdient hätte, obwohl die Musiker
eine entsprechende Leistung erbracht haben und obwohl da
Publikum mehrminütige "Standing ovations" spendete. Also dann:
Grandios war das Konzert - dieses Wort könnte man nehmen. Da war
sich das Publikum bezüglich der Darbietung von Musikverein und
Kirchenchor einig.
Das erste Kirchenkonzert des Musikvereins
Schönwald in Zusammenarbeit mit dem Schönwälder Kirchenchor wird
in deren Annalen eingehen. Über 450 Musikliebhaber hatten sich
am Samstag in der Antonius-Kirche eingefunden. Was sie geboten
bekamen, wurde von allen Seiten mit hoher Anerkennung gewürdigt.
"Unser Musikverein ist ein Garant für
hochkarätige Konzerte. Was aber hier dargebracht wurde, davor
kann ich nur meinen Hut ziehen", meinte Bürgermeister Hans-Georg
Schmidt. Ludwig Schwer vom Blasmusikverband zeigte sich
ebenfalls begeistert: "Eine weitere Glanzleistung der
Schönwälder, die die Messlatte immer weiter noch oben hängt."
Für den Auftakt des Konzertes hatte Dirigent
Gerhard Feiertag das "Ave verum" von Mozart gewählt. Im
Mozartjahr fast schon eine Selbstverständlichkeit und so begann
das Konzert leise und elegant, erhob sich aber zum Ende hin
fulminant empor. Die Bandbreite der besonderen Atmosphäre und
der einzigartigen Akustik der Kirche konnte so bereits zu Beginn
voll ausgekostet werden.
Das zweite Werk, der "Song of Adoration" ließ
vielen eine Gänsehaut den Rücken hinunter laufen. Es war ein
erhebender Moment, als zu Beginn Marschartige Töne zu hören
waren, die im "Lobe den Herrn" mündeten.
Nach weiteren Werken, wie dem Lied "The rose"
und dem "Rondo Veneziano", die sich hervorragend in das
Klanggemälde des Abends einfügten, folgte einer der Höhepunkte,
nämlich "Händel Spectaculär". Originale klassische Töne der
Feuerwerksmusik waren zu hören, die sich mit "verswingten"
Passagen zu einem besonderen Werk zusammenschlossen.
Dann kam der große Auftritt des Schönwälder
Kirchenchores: die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von
Rolf Scherer brachten das "Locus iste" von Bruckner und das "Ave
Maria" von Arcadelt zu Gehör. Stimmgewaltig brachten sie sich in
das Konzert ein und auch die Symbiose aus Musikverein und
Kirchenchor, die bei den Stücken "Freude schöner Götterfunken"
und "Conquest of Paradise" zu einem reinen Hörgenuss wurden,
ließ den Chor in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Noch herauszuheben ist neben den vielen
erstklassig dargebrachten Werken das Stück "Sister Act", bei dem
die weiblichen Musiker des Musikvereins Stimmgewalt
demonstrierten und als Chor auftraten. Gerhard Feiertag und sein
Orchester haben mit diesem Konzert einen weiteren Paukenschlag
gesetzt. "Ich hoffe, dass es wirklich das erste' Kirchenkonzert
war und dass bald weitere folgen werden", lautete das
abschließende Resümee von Pfarrer Andreas Treuer.
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